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Blut, Schweiß und die Absenz von Tränen

Wir lassen die Sommerhitze hinter uns zurück und treten ein in kühles Dämmerlicht. Kirchliche Stille umfängt uns. Doch statt Weihrauchduft steigt uns Staub in die Nase. Die Bänke sind mit einer grauen Schicht überzogen. Sie laden nicht zum Verweilen ein. Der zertrümmerte Seitenaltar bietet keinen Anhalt zur Anbetung. Kein Kruzifix, um davor zu knien. Christus ist ebenso abwesend wie die Gläubigen. Der Altar mit Farbe beschmiert. Graffitti an den Wänden. Zerstörung statt Besinnlichkeit. Nur die Stille bleibt. Und eine Ahnung einstiger Frömmigkeit.

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